Die Vorbereitung

Die Idee, an der Transquadra 2017/18 teilzunehmen, wurde im Herbst 2015 geboren, nachdem wir die Frida aus Frankreich nach Deutschland überführt hatten.

Schnell war klar, dass die Gelegenheit günstig und der Wille vorhanden ist. Im Februar 2016 bewarben wir uns für die Teilnahme und standen kurz darauf auf der Meldeliste.

Nun gab es kein Zurück mehr: Die Frida musste entsprechend ausgerüstet (OSR Kategorie 1) und “bürokratische Hürden” genommen werden.

Zur Bürokratie zählen unter anderem: Schiffsmessbrief des BSH und Eintragung ins Seeschiffsregister, Versicherungsnachweis für die jeweiligen Seegebiete, IRC-Messbrief, Konformitätserklärung für das Boot und Inspektionsnachweise für Rettungsinsel etc. Für die Crewmitglieder verpflichtend sind das WorldSailing Offshore Personal Survival Training (2 Tage),  World Sailing First Aid Training (2 Tage) sowie ein medizinischer Check mit Belastungstest.

Zur vorgeschriebenen Ausrüstung gehören Trysegel und Sturmfock, EPIRB, AIS-Notsender, Lifebuoys, Lifesling, Signalmittel, Grabbag mit Notausrüstung und -rationen, Handsprechfunkgerät, Iridium-Satellitentelefon, Stirnlampen mit Rotlicht, vollständig ausgerüstete Schwimmwesten (mit RUPS und Sprayhood), Strecktaue und Lifebelts, Notpinne, Notantenne, Staupläne und Notrollen, Papierkarten und Pilot-Charts sowie die auf unsere Bedürfnisse angepasste Bordapotheke.

Darüber hinaus Überlegungen zu Energieversorgung, Verpflegung, Ersatzteilen und Reparaturkits, Werkzeugausrüstung und Routenplanung mit Navigationssoftware und GRIB-Dateien.

Alles kam auf den Prüfstand und wurde optimiert oder ergänzt. Kaum zu glauben, wie lange man sich zum Beispiel mit der Bestückung einer Bordapotheke oder SOLAS-konformen Schwimmwesten und Lifebelts beschäftigen kann.

Auch bei der der Segelwahl mussten Entscheidungen getroffen werden: Die Frida war bis dato nur mit asymmetrischer “Garderobe” bestückt. Nach diversen Regatten im Jahr 2016 war klar, dass die Franzosen nicht umsonst “symmetrisch” unterwegs sind. Für Kurse dead-downwind ist der Spinnaker einfach die komfortablere Wahl. Spätestens bei “Rund Bornholm” kam die Einsicht: ein S2 und S4 müssen her. Wie groß macht man den S2, ohne das Rating zu verschlechtern? In welchem Abstand dazu wählt man den S4? Es wird sich zeigen, ob wir richtig gelegen haben … noch haben wir die beiden Spi’s nicht ausprobiert.

Bis Anfang Juni werden wir sicher noch einiges verändern und ergänzen. Dann geht es in Richtung Lorient …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.